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Seit 1860 am Neustädter Markt in Hildesheim

Einer der ältesten Ofenbaubetriebe Norddeutschlands

166 Jahre an derselben Adresse, geführt in fünfter Generation von Joachim Baule. Was 1860 in einer Ofenfabrik im Hinterhof begann, ist heute ein Betrieb, der Kachelöfen und Kaminanlagen entwirft, fertigt und aufbaut.

Der Weg hierher

Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition.

  1. 1860

    Gründung am Neustädter Markt in Hildesheim, wo der Betrieb bis heute sitzt. Eine eigene Lehmkuhle liefert den Ton, die Ofenkacheln werden in der Ofenfabrik im Hinterhof selbst gebrannt.

    • Joachim Baule Ofenfabrikum 1900

      Das Fachwerkhaus mit dem alten Ladenschild, daneben ein Ofenbauer bei der Arbeit.

  2. 1889

    Joachim Baule übernimmt nach der Meisterprüfung und macht aus dem Betrieb ein Familienunternehmen. Dass die Firma überlebt, ist vor allem seiner geschäftstüchtigen und resoluten Frau Antonie zu verdanken. Er stirbt schon 1903, sie führt den Betrieb mit zehn Mann 25 Jahre allein weiter, bis sie ihn an Sohn Heinrich und dessen Frau Katharina übergeben kann.

  3. 1930

    Innovativer Kachelofenbau hat den Betrieb schon im 19. Jahrhundert über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Bis in die dreißiger Jahre brennt die eigene Lehmkuhle die eigenen Ofenkacheln.

    • Ofenfabrik Heinrich Baule1940

      Der Firmenaufkleber zum achtzigjährigen Bestehen.

    • Meisterbrief Heinrich Baule

      Heinrich Baule besteht 1928 die Meisterprüfung im Ofensetzer-Handwerk.

  4. 1945

    Der Bombenangriff auf Hildesheim am 22. März zerstört das Firmengebäude. Die Ofenbauer kaufen die Grundstücke der ebenfalls zerstörten Nachbarhäuser auf und errichten dort ein neues Haus mit großer Ausstellungsfläche und Werkstatt.

    • Werkstatt und Betriebsfeierum 1955

      Zwei Gesellen vor der Werkstatt, und die Belegschaft an der Kaffeetafel.

  5. 1957

    Franz-Joachim Baule übernimmt vom Vater. Die Zentralheizung kommt und bereitet ihm schlaflose Nächte. Dann aber machen die Ölkrise Anfang der siebziger Jahre, die Umweltbewegung und die Rückkehr zum gemütlichen Wohnen in den achtziger Jahren die Ofenbauer wieder gefragt.

    • Hundert Jahre Ofen Bauleum 1960

      Die Belegschaft vor dem Schaufenster am Neustädter Markt in Hildesheim.

    • Meisterbrief Franz Joachim Baule

      Auch der Vater legt die Meisterprüfung im Ofensetzer-Handwerk ab, 1953.

  6. 1994

    Joachim Baule übernimmt. Den Beruf des Kachelofen- und Luftheizungsbauers hat er auf der Schwäbischen Alb gelernt, sein Wissen über Speicherkachelöfen im Schwarzwald und in Österreich erweitert. Kachelofen- und Kaminbau sind in Süddeutschland verbreiteter als im Norden; die beruflichen Kontakte von damals bestehen bis heute.

    • Joachim Baule, damals und heuteum 1980 und heute

      Am gemauerten Kachelofen und Jahrzehnte später am rahmenlosen Panorama-Kamin.

    • Meisterbrief Joachim Baule

      Die Meisterprüfung legt er 1988 in Stuttgart ab, dort hat er auch gelernt.

  7. Heute

    Durch die Jahrhunderte hat sich das Geschäftsfeld erweitert: zu den traditionellen Kachelöfen als zentraler Wärmequelle kamen Kaminanlagen und Designerarbeiten hinzu. Seit etwa 25 Jahren sind Öfen zudem gestalterische Möbel und nicht mehr nur Wärmequellen.

    „Der Kundenwunsch nach sichtbarem Feuer bei gleichzeitig akzeptablen Heizleistungen trat in den Vordergrund. Im Bereich handwerklich gefertigter Anlagen ist ein deutlicher Trend zur Verarbeitung von auch ökologisch hochwertigen Materialien zu verzeichnen."

    Joachim Baule

Wie wir arbeiten

Bis heute stellt die handwerkliche Kunst des Ofenbaus das Herzstück des Unternehmens dar. Ob Kaminanlage, Kachelofen mit großer Glastür oder Ofen mit Kesseltechnik: unsere Öfen erfüllen individuelle Ansprüche an Design und Technik.

In einem persönlichen Gespräch entwickeln wir das passende Konzept. Vieles davon steht in der Ausstellung zum Ansehen und Anfassen.

Für uns ist es gleichermaßen eine Herausforderung wie eine Herzensangelegenheit, für Sie die optimale Lösung zu erarbeiten. Die richtige Ausführung fügt sich dabei in klassische, rustikale oder moderne Feuerstellen. Die Bauart richtet sich nach dem Raum, nicht nach einer Mode.

Eine Heizung soll Wärme liefern, wenn man am Thermostat dreht. Ein Holzofen gibt darüber hinaus Strahlungswärme, Atmosphäre und ein gutes Stück Unabhängigkeit von Öl und Gas. Im Wohnraum ist er außerdem das Stück, auf das der Blick fällt.

Inhaber
Joachim Baule
Eingetragener Handwerksbetrieb
Ofen- und Luftheizungsbauer, zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nr. 2 zur Handwerksordnung.
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen(öffnet in neuem Tab)

Feuer anlegen

Die Hand, das Holz, der Griff ans Feuer.